„Früher war draussen ständig Spannung da.“ Moon war draussen oft sofort im Aussen. Bewegungen, Gerüche und Umweltreize waren ständig präsent und die Orientierung am Menschen ging dabei schnell verloren. Lese hier die Rückmeldung von seiner Besitzerin über den Anti Jagd Kurs.
1. Die Ausgangslage
Wir haben Moon, 3 jähriger Gordon-Setter Rüde aus zweiter Hand mit 12 Monaten zu uns genommen. Wir wussten nicht, was im ersten Jahr bei seiner ersten Familie alles gelaufen ist und haben viele Probleme auf diesen Umstand zurück geführt.
„Leinenführigkeit, Abruf, Konzentration und ein «gemeinsames Unterwegssein» war kaum machbar. Er sprang bei jeder sich bietenden Gelegenheit in die Leine, konnte nicht zur Ruhe kommen und war immer im «Aussen» mit seinem Wesen.
Hundebegegnungen endeten mit Frust, jeder Vogel wurde gejagt, jedem Geräusch wurde mehr Aufmerksamkeit geschenkt als mir, Spaziergänge wurden zu einem notwendigen Tagesablauf und ich habe mich mehr als einmal gefragt, ob dieser Hund wirklich zu uns passt.
Ich fühlte mich trotz meiner langjährigen Erfahrung mit dieser Rasse völlig überfordert.“

Warum hast du dich für den Anti-Jagd-Kurs entschieden?
Ausschlaggebend war ein schwerer Unfall, als Moon sich mit einer Scherbe die halbe Pfote aufgerissen hat.
Dies weil er nicht auf mich gehört hat und trotz Rückruf ins Schilf gesprungen ist. Wir mussten notfallmässig in Frankreich zum Arzt und es war nicht sicher, ob wir die Pfote retten können.
Es ist alles gut verlaufen aber für mich war dies der Moment in den mir klar wurde, dass sich zwingend etwas ändern muss. Nun ging es um die Gesundheit und Sicherheit des Hundes.
Was war dein wichtigstes Ziel mit dem Kurs?
Unser Ziel war ganz klar, dass wir als Team zusammen wachsen. Ich wollte mit Moon mit Freude und Motivation unterwegs sein. Neues entdecken, Spiel und Spass mit dem Hund haben und dabei zu wissen, dass wir uns aufeinander verlassen können. Ihm Freiheit geben mit dem Wissen, dass er trotzdem bei mir ist. Dass Jagen zwar in seinen Genen vorhanden ist, aber wir dies gemeinsam auf dem Spaziergang bewältigen können.
Was für Veränderungen im Alltag hast du bemerkt?
Seit ich den Kurs besucht habe, weiss ich worauf ich achten muss. Wann kann Moon eine Situation nicht mehr einschätzen oder bewältigen? Dann bringe ich mich ein und nehme ihn zu mir. Gebe ihm somit Sicherheit und das Wissen, dass ich nun für die Situation verantwortlich bin.
Wenn vorher ein Vogel auf dem Weg war, sprang Moon ohne Vorankündigung in die Leine und wollte dem Impuls vom jagen nach gehen. Heute schaut er den Vogel immer noch an, wartet jedoch einen Moment und diesen nutze ich um ihm das Abbruchsignal (welches wir im Kurs aufgebaut haben) zu geben. Somit hat er die Gelegenheit zu entscheiden ob er zu mir kommt oder doch zum Vogel. Er weiss, dass das Jagen für ihn eine Konsequenz hätte und bis heute hat er sich immer für mich entschieden.
Ebenfalls hat er die Tendenz immer vor mir zu laufen. Dies ist auch rassebedingt. Im Kurs haben wir gelernt, dass dies ohne laute Worte oder sogar Strafe erlernbar ist. Klare Kommunikation, Grenzen setzen, das Verlangte immer wieder klar einfordern und ruhig bleiben genügen um Erfolg zu haben.

Moon ist heute sehr ausgeglichen.
Er vertraut mir viel mehr als früher und ich ihm.
Auf dem Spaziergang sind wir ruhig und wirklich «zusammen» unterwegs.
Wie hat sich dein Alltag mit deinem Hund seit dem Kurs verändert?
Er verlässt die Strasse nicht mehr, Geräusche im Wald sind zwar interessant aber er kann dies sehr gut bewältigen. Wenn ich sehe, dass er überfordert ist mit Gerüchen, Eindrücken, anderen Hunden oder Geräusche nehme ich ihn zu mir. Ich gebe ihm damit Vertrauen und bringe ihn zur Ruhe. Wenn er dann wieder ruhig ist, darf er sich wieder von mir entfernen und seinen Interessen folgen.
Die Spaziergänge machen unglaublich viel Freude und wir sind manchmal stundenlang unterwegs.
Was war dein AHA Moment?

Aha-Momente habe ich erlebt, als mir bewusst wurde, dass ich immer mit Moon in Kommunikation sein muss.
Dass wir nur so gemeinsam unterwegs sein können.
Einfach zu laufen und den Hund sein Ding machen lassen funktioniert bei ihm nicht.
Konsequent bleiben, das Akzeptieren der Grenzen einfordern, ruhig bleiben, ihm Zeit lassen selber zu denken und dabei zu lernen, Verantwortung an mich abgeben, fair bleiben und Vertrauen haben. Dies hat uns zu einem Team zusammen wachsen lassen.
Würdest du den Kurs weiterempfehlen? Wenn ja, warum?
Ich würde den Kurs jedem Hundehalter weiterempfehlen.
Nicht nur den Besitzern von Jagdhunden. In jedem Hund stecken noch Gene von früher, als das Jagen zum Überleben notwendig war. Auch wenn der Hund nicht ein grosser Jäger ist, würde ich diesen Kurs jederzeit wieder machen.
Man lernt so unglaublich viel über den Hund aber auch über sich selber. Wie ich mich verhalte und warum dann der Hund so und nicht anders reagieren kann. Dies hilft so viel im Alltag.


Fazit
Danke für die wertvolle Rückmeldung! Danke für dein Vertrauen, deine Offenheit und eure konsequente Arbeit im Alltag. Es freut uns sehr zu sehen, wie ihr als Team zusammengewachsen seid und wie viel mehr Ruhe, Orientierung und gemeinsames Unterwegssein bei euch möglich geworden sind.
Genau solche Entwicklungen zeigen, dass Veränderung nicht über Druck entsteht, sondern über Verständnis, Klarheit, Kommunikation und gemeinsames Wachstum.
Möchtest du auch lernen, wie du das Jagdverhalten deines Hundes in den Griff bekommst?
Dann informiere dich hier über unseren Anti Jagd Basis Kurs.

